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    SHUFTN 0.2.7 Stable

    Timba released this 2026-09-04 06:10:30 +00:00 | 34 commits to main since this release

    Anhänge lassen sich in SHUFTN bearbeiten — offline, im eingebauten Editor. Am Anhang sitzt ein Stift; er öffnet .docx, .xlsx, .pptx und .pdf in einem eigenen Fenster mit dem Euro-Office-Editor (dem AGPL-Fork von ONLYOFFICE), ganz ohne Server: Der Editor läuft in der Webansicht, die Umwandlung in sein Format und zurück macht x2t als WebAssembly auf dem Rechner. „Speichern" legt die bearbeitete Fassung im Kern ab; danach hängt ein Knopf sie an eine Antwort auf die Nachricht, aus der sie kam, oder an eine neue Nachricht — über denselben Vorrat, den auch Weiterleitungen benutzen. Nichts davon verlässt den Rechner, und nichts wird in einen Temp-Ordner geschrieben.

    Neue Dokumente und Dateien von der Platte. In der Leiste links stehen unter den Modulen vier Handgriffe: Dokument, Tabelle, Folien und PDF legen ein neues, leeres an und öffnen es gleich im Editor. Und im Dateibaum sitzt an jeder Datei, die der Editor öffnet, ein Stift. Der Dateibaum startet dabei weiterhin nichts: Die Datei wird gelesen und in den eingesperrten Editor gegeben, und die bearbeitete Fassung geht an eine Nachricht — nicht zurück auf die Platte.

    Der Editor ist eingesperrt. Er läuft in einem eigenen Ursprung (editor://localhost) ohne Zugriff auf die Brücke zum Kern; seine Regeln kennen weder http: noch https: — ein Dokument mit einem verknüpften Bild von aussen zeigt einen Platzhalter, wie beim Betrachter. Makros und Erweiterungen sind aus. Dateien über 60 MB nimmt er nicht.

    Und er ist das erste Plugin. Der Editor liegt nicht in SHUFTN, sondern als nachinstallierbares Paket daneben — unter %LOCALAPPDATA%\SHUFTN\plugins\<kennung>\<fassung>\, mit einem Manifest (plugin.json), das sagt, wie es heisst, welche Endungen es bearbeitet, wofür es Vorlagen hat und unter welcher Lizenz es steht, und mit einer Prüfliste über jede Datei. Was SHUFTN anbietet, richtet sich danach: Ohne Paket gibt es keinen Stift und keine „Neu"-Knöpfe, und fehlt es, sagt das Fenster warum, statt leer zu bleiben. Weil der Ursprung eines Plugins an seinem Protokollnamen hängt und Protokolle beim Start angemeldet werden, läuft ein frisch installiertes Paket erst nach einem Neustart — und das steht auch so in der Liste.

    Eingespielt wird aus dem Programm heraus. Einstellungen → Erweiterungen zeigt, was installiert ist (Name, Fassung, Lizenz, welche Dateien es öffnet, wo es liegt) und nimmt unter „Quelle" eine https-Adresse oder den Pfad einer Zip-Datei. Die Reihenfolge dabei ist die Sicherung: erst entpacken, dann prüfen, dann umhängen. Geht das Prüfen schief, bleibt die vorige Fassung unberührt, und die Meldung nennt die Datei. Ältere Fassungen bleiben liegen — sie sind der Rückweg. Prüfen neben einem Paket rechnet jede Prüfsumme noch einmal nach.

    Aus dem Netz nur über https: Die Prüfsummen liegen im Archiv und zeigen, dass nichts auf der Platte verrutscht ist — nicht, von wem das Paket kommt. Dafür sorgt die Verbindung.

    Und es gibt eine Seite „Über". Fassung, Herausgeber, wo Erweiterungen liegen — und für jedes mitgelieferte Paket Lizenz, Quelltextadresse sowie Lizenztext und Änderungsliste im Wortlaut, aus dem Paket gelesen. Beim eingebauten Editor ist das keine Beigabe: Er steht unter der AGPL v3, und die verlangt, dass Lizenztext, Herkunft und die eigenen Änderungen mitgehen.

    Die Schriften im Paket sind ein Grundstock aus sieben Familien — nur, was weitergegeben werden darf. Die Microsoft-Kernschriften (Arial, Times New Roman, Courier New und die übrigen) sind nicht dabei; an ihrer Stelle stehen metrisch gleiche Ersatzschriften: Liberation für Arial, Times und Courier, Carlito für Calibri, Caladea für Cambria, dazu DejaVu für breite Zeichenabdeckung, Open Sans, Asana Math für Formeln und OpenSymbol für Aufzählungszeichen.

    Was das heisst: Ein Dokument in Arial wird mit Liberation Sans gezeichnet, behält aber Zeilen- und Seitenumbrüche, weil die Breiten identisch sind — und es behält den Namen. Wer es zurückschickt, schickt weiter ein Arial-Dokument; wer es in Word öffnet, sieht Arial. Das Paket ist damit von 383 auf 239 MB geschrumpft (66 MB als Archiv), und die Lizenz jeder Familie liegt im Wortlaut dabei.

    Und die Schriften des eigenen Rechners kommen dazu — auf Knopfdruck. Unter Einstellungen → Erweiterungen steht Schriften einlesen. Danach kennt der Editor Arial, Calibri, Cambria und alles andere, was auf diesem Rechner installiert ist — hier waren es 273 Familien aus 415 Dateien, in anderthalb Sekunden gelesen. Der Grundstock bleibt unverändert daneben stehen, die Ersatzsuche für fehlende Zeichen ebenso; es kommt nur etwas dazu.

    Kopiert wird dabei nichts. Ein Windows-Schriftordner ist ein paar hundert Megabyte gross; ihn je Nutzer zu verdoppeln wäre Platzverschwendung. Der Katalog merkt sich, wo eine Schrift liegt, und der Editor bekommt die Datei beim Abruf gereicht. Wird eine Schrift deinstalliert, fehlt sie im Editor — einmal neu einlesen bringt die Liste wieder in Ordnung, und Verwerfen stellt den Grundstock her.

    Erzeugt wird der Katalog von SHUFTN selbst, nicht vom Werkzeug des Herstellers: Dessen allfontsgen ist ein C++-Programm gegen Qt, ICU, FreeType und HarfBuzz — für Windows hiesse das vier weitere native Dateien auszuliefern. Alles, was der Katalog braucht, steht dagegen in den Tabellen name, OS/2 und post jeder Schriftdatei. Geprüft wird gegen das Original: Für die 53 Schriften des Grundstocks erzeugt SHUFTN dieselben 54 Einträge mit denselben Werten in jedem Feld, die auch allfontsgen erzeugt — Panose, Zeichenbereiche, Metriken, Familienzuordnung. Sechs Abweichungen hat dieser Vergleich zutage gefördert, bevor irgendetwas ausgeliefert wurde, darunter eine, die stillschweigend gewirkt hätte: Die Schriftliste beginnt mit ihrer eigenen Länge, und wer nur anhängt, ohne sie hochzuzählen, liefert eine Datei, die vollständig aussieht und beim Lesen nach dem alten Bestand aufhört.

    Wie ein Paket gebaut wird, steht vollständig in PLUGINS.md.

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